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siso2Kommentar von Andrea Morello, Geschäftsführer von Sea Shepherd Italien, 12. November 2018

Siso war ein junger Pottwal, der sich 2017 während seiner Wanderung vor den Äolischen Inseln in einem Treibnetz verwickelte. Die Küstenwache kämpfte viele Stunden lang, um ihn zu befreien, aber leider konnte er nicht gerettet werden. Er wurde tot an der Küste des Kaps Milazzo vom Meeresbiologen Carmelo Isgro gefunden, der die Knochen barg und das Netz, das ihn tötete sowie das Plastik, das sich in seinem Magen befand, als Warnung für zukünftige Generationen aufbewahrte. „Siso“ war der Name des Freundes, der Carmelo half, den Pottwal zu bergen, und der kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben kam.

Der Tod von Siso durch ein illegales Treibnetz ist ein klares Zeichen, dass sich illegale Fanggeräte in den Gewässern der Äolischen Inseln befinden. Nach Beendigung von OPERATION SISO schätzt Sea Shepherd Italien, dass im Süden des Tyrrhenischen Meeres jedes Jahr über 5000 illegale Lockbojen und insgesamt etwa 10.000 km illegale Fanggeräte in die Gewässer gebracht werden.

Die Daten des Ministeriums für Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft aus dem Jahr 2018, die am 15. September 2018 aktualisiert wurden, bestätigen, dass etwa 190.000 kg illegale Fänge beschlagnahmt und insgesamt zirka 7.700.000 Euro an Sanktionen verhängt wurden.

Lockbojen sind in den äolischen Gewässern zu dieser Jahreszeit illegal und ihre Nutzung muss zu Beginn der Saison durch den lokalen Managementplan der Äolischen Inseln geregelt werden. In der zu verwaltenden Zone sind spezifische Bereiche festzulegen, in denen die Lockbojen verankert werden dürfen, und ihre Anzahl (max. 20) ist zuvor zusammen mit der Positionierung und der Nutzung festzulegen. Die Zuteilung an die Fischer erfolgt per Losungsverfahren. Jede Lockboje besteht aus 4-6 Kunststoffkanistern mit Palmblättern als schwimmendem Teil und einer bis zu 3000 Meter langen Leine von ca. 3,5 mm Durchmesser, die am Meeresboden verankert ist.

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Mit der Unterstützung des Aeolian Islands Preservation Fund und Smile Wave war es Sea Shepherd möglich zu intervenieren. Es wurden zwei Sea-Shepherd-Schiffe eingesetzt: die SAM SIMON und ein Segelschiff ohne Logo auf einer Undercover-Mission. Zwei Fischereifahrzeuge, die illegal mit Lockbojen fischen wollten, wurden von unserem verdeckten Segelschiff abgefangen und heimlich gefilmt, woraufhin die Küstenwache und die Finanzaufsichtsbehörde informiert wurde und eingriff. Die Ermittlungen laufen noch.

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Das Endergebnis der Kampagne waren 130 km Polypropylenschnur und 1500 Meter Angelschnur ohne Haken, die aus dem Meer entfernt wurden, sowie insgesamt 68 illegale Lockbojen und mehrere Plastikflaschen, von denen einige noch umweltschädliche Chemikalien enthielten.





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