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schweinswal netzt optSeit zwei Monaten läuft nun unsere Kampagne BALTIC SEA – wir waren vor Rügen und im Gebiet vor Maasholm mit der EMANUEL BRONNER und der SIERRA unterwegs. Wie erwartet mussten wir hier wie dort leider feststellen, dass Stell- und Schleppnetze weit verbreitet eingesetzt werden. Ob deutsche Stellnetzfischer im Gebiet der Geltinger Birk oder polnische Schleppnetzfischer in den FFH-Gebieten Adlergrund und der Oderbank nahe Rügen, überall wird in eigentlich geschützten Gebieten gefischt. Leider ist dies trotzdem legal und wird durch Sonderregelungen in den Gesetzen und Richtlinien erlaubt. Dies ist ein unhaltbarer Zustand!

In vielen Gesprächen vor Ort haben wir enormen positiven Zuspruch erhalten für unser Vorhaben, die Probleme der Ostsee-Schweinswale an die Öffentlichkeit zu tragen und so die Regierungen von Bund und Ländern zum Handeln zu zwingen. Bedauerlicherweise gab es aber auch Aussagen von offizieller Seite wie beispielsweise „Wir wissen gar nicht, was wir mit den FFH-Gebieten anfangen sollen“.

Aktuell befinden sich unsere Teams auf Fehmarn. Rund um diese Insel kann man zum Glück noch recht häufig Schweinswale antreffen. Ob das in Zukunft auch noch so sein wird, ist fraglich. Zwischen Fehmarn und dem dänischen Festland (Lolland) soll eine feste Fehmarnbeltquerung in Form eines Verkehrstunnels entstehen. Es ist zu befürchten, dass dieses Großbauprojekt einen enormen Eingriff in den Lebensraum der Schweinswale, Robben und vieler weiterer Meeresbewohner bedeutet.

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Genau dort, wo der Bau geplant ist, liegt das FFH-Gebiet „Fehmarnbelt“ – der Tunnel wird dieses Gebiet durchqueren und schwer beeinträchtigen. Die zuständige dänische Baufirma gibt an, diverse Untersuchungen zu möglichen Schädigungen im dortigen Teil der Ostsee gemacht zu haben, natürlich mit positivem Ausgang – für den Bau. Das war nicht anders zu erwarten, denn es soll ja baldmöglichst mit dem Bau begonnen werden. Hier hätte eine unabhängige Untersuchung Sinn gemacht, aber es werden erneut die wirtschaftlichen Interessen über das Wohl der Umwelt gestellt.

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Hier ein Link zum Bundesamt für Naturschutz, der den Status und die Ziele dieses FFH-Gebietes beschreibt:
https://www.bfn.de/0314_fehmarnbelt.html
Unsere Teams werden in den nächsten Wochen rund um Fehmarn aktiv sein und sich ein Bild von der Situation vor Ort machen.




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